Geschichte Tullinae

Es begann alles damit, dass einige Mädchen ohne Rücksicht auf die Satzungen Comagenae Anträge auf Aufnahme in die K.Ö.St.V. Comagena stellten. Natürlich wurden diese Anträge abgelehnt, weil eine Mitgliedschaft bei der Comagena ausschließlich Männern vorbehalten ist. Es wurde aber dennoch ein Stein ins Rollen gebracht, denn die Frage, ob Mädchen nicht doch in die Verbindung integriert werden könnten, wurde aufgeworfen.

Zu Beginn wurde es den interessierten Mädchen lt. Beschluss des BC Comagenae gestattet an den FCs Comagenae als ausserordentliche Fuchsen teilzunehmen. Diese beteiligten sich sehr intensiv am Verbindungsleben und bald wurden auch bei dieser Gelegenheit Möglichkeiten der Integration erörtert. Es wurden mehrere Möglichkeiten durchdiskutiert, wie man die Mädchen einbinden konnte.

Am 15. Juni 1993 wurde schließlich auf einem FC Comagenae im Salzturm eine gemischte Studentenverbindung mit dem Namen „Christlich Österreichische Studentenverbindung Tullina zu Tulln“ gegründet.

Die Gründungsmitglieder waren:

Mag. Karl Hameder v. Carolus
Doris Hameder (ehem. Feichtinger) v. Pumuckl (Seniora)
Hannes Laber v. Apollo
Nadine Pigard v. Mona Lisa (Kassierin)
Anna-Elvira Schönbauer v. Gutemine (Conseniora)
Mag. Hannes Sykora v. Pollux
Claudia Wagner v. Hexe (Schriftführerin)

Noch am selben Abend wurden die Satzungen formuliert und eine Meldung an die Vereinsbehörde aufgesetzt. Auch ein erstes CHC Tullinae wurde gewählt. Man einigte sich außerdem auf die Verbindungsfarben weiß-gold-grün mit rotem Deckel im Heidelberger Format. Über die Sommerferien ruhte das Verbindungsleben.

Am 10. September 1993 fand die konstituierende Generalversammlung statt. Hier wurden die verbindungsinternen Satzungen beschlossen, die offiziell eingereichten in einigen Punkten ergänzt. Auch der Zirkel wurde beschlossen. Die Verbindungsfarben und die Farbe des Deckels wurden auf ausdrücklichen Wunsch der Comagena geändert. Als Zeichen der Verbundenheit tragen wir die selben Farben wie die Mitglieder Comagenae – nämlich blau-weiß-gold und einen weißen Deckel im Prager Format.

Alle Mitglieder waren sehr engagiert und so war auch die erste Veranstaltung Tullinae am 21. Oktober 1993, eine Fahrt zum Musical „Rocky Horror Picture Show“, ein großer Erfolg.

In der Zwischenzeit gab es immer wieder Gespräche zwischen Comagena und Tullina, um die Grundzüge einer Zusammenarbeit auszuarbeiten. Es gelang schließlich auch, ein Papier zu erarbeiten, dass der Comagena vorgelegt werden sollte.

Am 05. November 1993 kam es beim Festakt anlässlich des 60. Stiftungsfestes Comagenae zum ersten öffentlichen Auftritt der Mädchen in Couleur. Beim Festkommers am Tag darauf wurde erstmals Tullinas Farbenstrophe gesungen und fand dabei großen Anklang. Auch bei den darauffolgenden Veranstaltugen Comagenae nahmen Tullinen in Couleur teil. Im Sommersemester 1994 gelang es Tullina auch, ihren ersten weiblichen Fuchsen zu keilen. Am 12. September 1994 legten die weiblichen Mitglieder Tullinae die „Burschenprüfung“ nach der GO Comagenae ab, um ihre Kompetenz zu beweisen.

Am 17. November 1994 fand wieder ein Treffen der Verhandlungsteams Comagenae und Tullinae statt. Die von der Tullina vorgeschlagene Grundsatzvereinbarung wurde diskutiert und ein Konsens gefunden.

In den folgenden Semestern konnte sich Tullina über einen Mitgliederzuwachs aus den Reichen der Comagena, aber auch über weibliche Fuchsen freuen. Es wurden Veranstaltungen organisiert und auch die Verhandlungen über die Grundsatzvereinbarung konnten abgeschlossen werden.

Leider folgte eine „Durststrecke“, was weibliche Fuchsen betraf und auch das Interesse und Engagement der Gründungsmitglieder flaute ab. Oft wurde die Zukunft Tullinae diskutiert, zu einem Ergebnis kam es aber nicht.

Anlässlich des Pennälertages 1998 in Tulln, durfte erstmals eine Tulline (Claudia Strohdorfer, damals Wagner, v/o Hexe) beim Festkommers chargieren. Auch die Zusammenarbeit mit der Comagena entwickelte sich dergestalt, dass viele Veranstaltungen gemeinsam organisiert wurden.

Anlässlich des 7. Stiftungsfestes am 01. Juli 2000, dem ersten mit den neuen dunkelblauen Fläusen, statt einem schwarzen Hosenanzug, fand der Freundschaftsbandtausch mit e.v. K.Ö.H.V. Universitas Wien statt.

2001 trug Comagena die EKV-Tage in Tulln aus und wurde dabei tatkräftig von Tullinen unterstützt.

Am 31.Mai 2008 feierte Tullina ihr 15. Stiftungsfest. Im Zuge dessen wurde Mag. Marianne Riemer v/o Evaine als erstes Ehrenmitglied Tullinae aufgenommen.

Am 07. September 2008 beschloss Tullina auf einer Generalversammlung ihre Eigenständigkeit – und damit das Ende sämtlicher Bestrebungen jemals in e.v. Comagena integriert zu werden.

Im Rahmen des 17. Stiftungsfestes Tullinae, von 11. bis 13. Juni 2010 beschloss Tullina drei Schläger und zwei Paradecerevis anzuschaffen, sowie den Chargiercomment entsprechend abzuändern. Außerdem wurde MMMMag. Dr. Mathias Martin v/o Nepomuk das Band Tullinae honoris causa verliehen. Am 12. September 2010 wurde Bbr. Nepomuk am VC zum Verbindungsseelsorger Tullinae gewählt.

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