Die Vorgeschichte

Einer der ersten nachhaltigen Impulse, das Couleurstudententum in Tulln, im Speziellen e.v. K.Ö.St.V. Comagena Tulln im MKV, für Damen zu öffnen, kam von Friederike Seidl v/o Hathor. Sie war seit ihrer Schulzeit gern gesehener Gast am Salzturm, dem Verbindungsheim der Comagena. Ihr wurde von Seiten der Verbindung nahe gelegt, ein Receptionsgesuch zu stellen, um die Diskussion und mögliche Lösungen für die Problematik zu induzieren. Der Antrag musste selbstverständlich wegen Satzungswidrigkeit abgelehnt werden. Doch der damalige Philistersenior Comagenae, Mag. Karl Hofmann v/o Caius, begab sich dadurch ausgelöst auf „fact finding mission“, wie er selbst erzählte, da er einerseits schon persönliche Erfahrung als Urphilister e.v. Norica Wien im ÖCV mit der neuen Herausforderung „Damen in Couleur“ hatte. Andererseits stand es auch in der liberalen Tradition Comagenae innerhalb ihres Dachverbandes MKV, diese neuen Rahmenbedingungen realistisch und zukunftsweisend anzupassen.

Als nun weitere Schülerinnen den Antrag auf Aufnahme in die Comagena stellten, wurde ihnen per Beschluss eines Burschenconvents zu Beginn des Sommersemesters 1993 die außerordentliche Teilnahme an den Fuxenconventen gewährt. Durch die aktive Teilnahme am Verbindungsleben wurden mehrere Möglichkeiten einer Integration in die Comagena erörtert. Die Einigung fiel auf die Gründung einer gemischt-geschlechtlichen Studentenverbindung.